Süßkartoffel mit Belugalinsen

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Vor einer Weile stieß ich auf dem Blog Naturally Ella auf ein Rezept, dass mir auf Anhieb gefallen hat. Erin hat dort gefüllte Süßkartoffel vorgestellt. Da ich selbst sehr gerne Süßkartoffeln esse, wollte ich das unbedingt ausprobieren. Im Kühlschrank hatte ich noch ein paar vorgekochte Linsen und so entschied ich spontan, mich daran zu versuchen. Anstatt Teriyakisoße habe ich eine Currywürzmischung  verwendet.

Das Rezept eignet sich also auch sehr gut, um Reste zu verwerten. Anstatt Linsen könnte man sicher auch kleinere Bohnensorten oder auch Getreide wie Quinoa oder Reis kann ich mir gut vorstellen. Auch bei den Gewürzen gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten.

Rezept

Zutaten

  • 100 g Linsen (vorgekocht)
  • Süßkartoffel
  • 1 Zwiebel
  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • 1 TL Senf
  • Kokosöl
  • Frühlingszwiebel

Zubereitung

Die Süßkartoffel in einem Topf mit etwas Wasser weich kochen. Die Zwiebel fein hacken und in etwas Kokosöl dünsten. Die Linsen hinzufügen und mit Kreuzkümmel, Koriander  und Senf abschmecken. Die Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden.

Die Süßkartoffel auf einen Teller setzen und von oben einschneiden und die beiden Hälten leicht auseinander ziehen. Die Linsen in die Öffnung füllen und mit den Frühlingszwieln bestreuen.

 

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Dinkelvollkornbrot ohne Kneten (2.Versuch)

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Mein  zweiter Versuch des No Knead Brots ist mir bereits sehr viel besser gelungen, als der Erste. Das Brot ist schön aufgegangen und ist geschmacklich wieder sehr gut geworden.

Ich habe zum Einen die Wassermenge reduziert und zum Anderen den Teig nach der ersten Nacht noch 3 Tage im Kühlschrank stehen lassen. Die Wassermenge war immer noch leicht zu hoch, da der Teig beim Falten immer noch gerissen ist, aber es war schon deutlich besser als beim ersten Versuch. Es kann natürlich auch daran liegen, dass ich frisches Mehl verwende, dieses soll eine schlechtere Quellfähigkeit haben, als älteres Mehl, da es noch einen höheren Wasseranteil hat.

Außerdem habe ich dieses Mal auch den Versuch gewagt, komplett mit meiner wilden Hefe zu backen und ich bin begeistert, wie gut es funktioniert hat.

Rezept

Zutaten

  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Wasser
  •  200 ml wilde Hefe
  • 11 g Salz

Alternativ (ohne wilde Hefe)

  • 400 g Wasser
  • 1.5 g Trockenhefe

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Zubereitung

Das Mehl frisch mahlen und mit Wasser, wilder Hefe und Salz zu einem homogenen Teig vermischen. Anschließend 12 Stunden bei Zimmertemperatur abgedeckt stehen lassen. Die nächsten 3-4 Tage den Teig in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Teig erst 1 Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen. Dann falten und noch einmal 2 Stunden stehen lassen. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen und den Topf zum Backen gleich mit aufheizen. Anschließend den Teig in den Topf setzen und in den Ofen stellen. Nach 10 Minuten den Deckel den Ofen auf 200 Grad herunterstellen und nach weiteren 10 Minuten den Deckel abnehmen. Nach ca. 40 Minuten ist das Brot fertig (Klopftest).

 

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Indisch inspirierte Linsen mit Spinat

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Ich bin ein großer Fan der indischen Küche und koche gerne indisch inspirierte Gerichte. Aus diesem Grund hat das Rezept  grain de sel – salzkorn: Lieblingsdal-Variante: Rote Linsen mit Spinat in Garam-Masala-Sauce gleich meine Aufmerksamkeit gehabt. Vorgekochte Linsen hatte ich noch im Kühlschrank, sodass ich gleich loslegen konnte.

Ich habe das Originalrezept etwas abgewandelt. Da ich vorgekochte Linsen verwendet habe, musste ich natürlich die Flüssigkeitsmenge reduzieren. Anstatt fertiger Kokosmilch in der Dose habe ich frische Kokosnuss  geraspelt und mit etwas Wasser pürriert. Bei den Gewürzen hatte ich nicht alles vorrätig und habe daher ein wenig improvisiert.

Die Masala Paste ist schon pur extrem lecker, die werde ich sicher öfter mal als Basis für Rezepte verwenden.

Durch das Vorkochen der Linsen und anschließender Lagerung im Kühlschrank über Nacht bildet sich retrogradierte Stärke (resistente Stärke RS3), die sich sehr positiv auf die Darmflora auswirkt. Die Linsen sollten anschließend nur nicht zu stark wieder erhitzt werden, sonst wird die resistente Stärke wieder aufgeschlossen.

Rezept

Masala Paste
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Tomate
  • Kokosöl
Für die LinsenP1030835
  • 150g Belugalinsen
  • 150g Spinat
  • 1 TL Tomatenmark
  • 30g Kokosnuss
  •  etwas Essig

 

Zubereitung

Die rote Zwiebel in etwas Kokosöl andünsten. Den Ingwer und den Knoblauch fein hacken und zu den Zwiebeln hinzufügen. Die Gewürze  kurz mit anbraten. Die Tomate klein schneiden und mit in die Pfanne geben.

Die Kokosnuss fein raspeln und mit 100ml Wasser mit einen Pürrierstab zu einer sämigen Kokosmilch verarbeiten. Die Kokosmilch anschließend zur Pfanne hinzufügen und das Curry einkochen lassen. Je nach gewünschter Konsistenz das Tomatenmark hinzufügen.

P1030821Die Linsen zum Curry geben und kurz unterrühren. Wenn die Linsen warm sind, den Herd ausschalten und den fein gehackten Spinat unterheben. Noch kurz auf dem Herd stehen lassen um den Spinat in der Restwärme leicht zusammenfallen zu lassen. Anschließend auf einem Teller anrichten und genießen.

 

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Kartoffelklöße mit Pfifferlingen

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Für die Kochaktion im September auf dem Blog Vollwert.Wordpress habe ich das hier präsentierte Gericht eingereicht. Die Aufgabe lautete, eine Mahlzeit zuzubereiten, bei der nur

  • Kartoffeln
  • Salz und
  • Wasser verwendet werden dürfen sowie
  • maximal drei weitere Zutaten, die in jedem “normalen” Laden erhältlich sind

Ich habe eine Weile überlegt und kam auf die Idee, mich an Kartoffelklößen zu versuchen. Eine Recherche nach Rezepten ließ mich erst ein wenig verzweifeln, weil oft extra Kartoffelstärke, Mehl oder sonstige Zutaten in den Klößteig hinzugefügt werden. Zum Glück habe ich aber auch ein ganz „klassisches“ Rezept gefunden, für das wirklich nur Kartoffeln notwendig sind. Es müssen jedoch unbedingt mehlig kochende Kartoffeln verwendet werden, sonst halten die Kartoffelknödel nicht zusammen!

Als Beilage dachte ich schnell an Pilze, da diese zur Zeit Saison haben und daher überall erhältlich sind. Meine Wahl fiel auf Pfifferlinge, wenn ich dies auch beim Putzen wieder ein wenig bereut habe. Aber es hat sich gelohnt, das Ergebnis hat super geschmeckt!

Vor allen Dingen die Kartoffelklöße waren unglaublich saftig und lecker, es hat mir auch so gar keine Soße zu dem Gericht gefehlt.

Rezept

ZutatenP1030668
280 g rohe Kartoffeln (mehlig kochend)
200 g gekochte Kartoffeln (mehlig kochend)
200 g Pfifferlinge
1 Zwiebel
1 EL Butter (oder Pflanzenöl)

Salz nach Bedarf

 

Zubereitung
Für die Kartoffelklöße
2 kleine Kartoffeln am Vorabend  mit Schale vorkochen. Die Kartoffeln schälen und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Am nächsten Tag zwei weitere Kartoffeln (280 g roh) mit einer Reibe fein reiben. Anschließend die rohe Kartoffelmasse in ein Geschirrtuch geben und über einer Schüssel fest auspressen, sodass das enthaltene Wasser komplett herausgedrückt wird. (Das Wasser kann aufgefangen werden und nach dem Absetzen der Kartoffelstärke am Boden  der Schüssel diese wieder dem Kartoffelteig zugegeben werden, dieser Schritt ist aber optional, da es sich nur um einen sehr kleinen Anteil Stärke bei mir gehandelt hat. Ich glaube nicht, dass dies die Klöße stark beeinträchtigt hat).

P1030637Die nun ausgedrückte rohe Kartoffelmasse in eine Schüssel geben und die gekochten Kartoffeln hinzufügen. Mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer die Kartoffeln zerstampfen und zu einem festen Teig verarbeiten.

Aus dem Teig anschließend Klöße formen. Ich habe eher kleine Klöße hergestellt, insgesamt wurden es 6 Stück. Die Klöße in einem Topf mit Dünsteinsatz ca. 20 Minuten lang im Wasserdampf dünsten bis sie gar sind.

 

Für die Pfifferlinge

Die Pfifferlinge gründlich putzen und ggf. große Pilze etwas kleiner schneiden. Eine Zwiebel sehr fein würfeln und die Zwiebel mit der Butter in einer Pfanne ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze glasig dünsten. Anschließend die Pilze zugeben und weitere 10 Minuten garen. Mit Salz abschmecken.P1030642Falls sich noch jemand an der Aktion beteiligen möchte, gibt es hier alle Rezepte zum Nachkochen. Zeit ist bis zum 16.September.

Um das Rezept etwas zu verfeinern,  würde ich ohne Zutatenrestriktion noch zusätzlich etwas Knoblauch zu den Pilzen geben und ggf. mit etwas Sahne ablöschen. Garnieren mit Petersilie und viel mehr braucht es dann meine Meinung nach auch nicht. 🙂

 

Vollwertiger Zwiebelkuchen

P1030744Es wird langsam Herbst und das heißt für mich: Zwiebelkuchenzeit! Ich hatte schon eine Weile lang Lust dazu, mich an einem vollwertigen Zwiebelkuchen zu versuchen und habe dies nun endlich in die Tat umgesetzt.

Als Teig habe ich einen Teil von meinem Brotteig des No Knead Brotes verwendet. Natürlich ist es auch möglich einen neuen Hefeteig für den Zwiebelkuchen anzusetzen, aber ich wollte mir diesen Arbeitsschritt sparen.

Ich habe rote Zwiebeln verwendet, da diese dem Kuchen durch die schöne rote Farbe eine tolle Optik verleihen. Normale Zwiebeln sind natürlich genauso möglich.

Bei dem Guss habe ich mich an einer veganen Variante versucht und war erst skeptisch, aber geschmacklich fand ich es sehr lecker! Es ist natürlich kein Käse und kein Schmand, es scheckt  anders, aber trotzdem richtig gut. Auch hat es im Ofen eine schöne gelb-braune Farbe ergeben, die einem geschmolzenen Käse nicht unähnlich sieht.P1030732

Rezept

Zutaten

  • ca 100 g Teig vom Dinkelvollkornbrot
  • 3 rote Zwiebeln
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 6-8 EL Apfelessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1/2 TL gem. Kümmel

Zubereitung

Den vom Brot abgenommenen Teig hatte ich über Nacht im Kühlschrank stehen, er kann jedoch auch direkt vom Brotteig genommen und verwendet werden. Da der Teig sehr weich und klebrig war, habe ich ihn einfach nur leicht in eine mit Butter bestrichene und bemehlte Kuchenform gedrückt. Dann ca. 30-60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und leicht in der Pfanne  mit etwas Öl andünsten. Anschließend auf dem Teig verteilen.

Für den Guss die Sonnenblumenkerne mit dem Essig und Öl mit dem Stabmixer pürrieren. Die Konsistenz war bei mir eher sämig, es sollte nicht zu flüssig sein. Etwas gemahlenen Kümmel hinzufügen und anschließend über den Zwiebeln verteilen.P1030749

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Zwiebelkuchen anschließend bei Umluft ca. 30 Minuten backen.P1030713